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14

Jun

2010

ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

Förderprogramme sind mit Abstand eines der bedeutendsten Finanzierungsformen für Existenzgründer, klein- und mittelständischen Unternehmen. Es bleibt dennoch für viele ein Buch mit sieben Siegeln und die Vielfalt der Programme ist dabei nicht wirklich förderlich.

 

Deshalb möchte ich Euch heute ein Programm vorstellen, welches mir Sarik Weber von Hanse Ventures empfohlen hat: Das ZIM-Förderprogramm. Dieses Programm gilt bundesweit und unterstützt vor allem branchenoffene und technologieorientierte KMU. Die Projekte können als Einzel-, Kooperations- oder Netzwerkprojekte durchgeführt werden.

 

Wofür werden die Mittel bereitgestellt? Da es eine Technologieförderung ist, sollten die Antragstellenden für ihre Projekte folgende Rahmenbedingungen erfüllen:

• KMU zu mehr Anstrengungen für Forschung, Entwicklung und Innovationen anzuregen,

• die technischen und wirtschaftlichen Risiken von FuE-Projekten zu verringern,

• FuE-Ergebnisse zügig in marktwirksame Innovationen umzusetzen,

• die Zusammenarbeit von KMU und Forschungseinrichtungen auszubauen,

• das Engagement von KMU für FuE-Kooperationen und innovative Netzwerke zu

   erhöhen,

• das Innovations-, Kooperations- und Netzwerkmanagement in KMU zu verbessern.

 

 

Einzelprojekte

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen ohne Einschränkung auf bestimmte Technologien und Branchen sowie Dienst- und Beratungsleistungen (zur schnellen wirtschaftlichen Verwertung der Ergebnisse und 50 % der zuwendungsfähigen Kosten, die auf 50.000 Euro begrenzt sind).

 

Alle in Deutschland ansässigen Firmen (unabhängig von der Rechtsform) sind antragsberechtigt. Wie viel gefördert wird, steht in der folgenden Übersicht.

Die Formulare für Projektskizze, Antrags- und Abrechnungsunterlagen findet Ihr in diesem Downloadbereich. Da die Ansprechpartner variieren, gibt’s den Link hier.

 

 

Kooperationsprojekte

Die Förderungsgrundlage ist wie bei den Einzelprojekten identisch. Nur in der Projektform gibt es die nachstehenden Unterschiede.

 

• KU Kooperationsprojekte von Unternehmen

• KF Kooperationsprojekte von mindestens einem KMU und einer Forschungseinrichtung

  einschließlich VP technologieübergreifender Verbundprojekte von mindestens vier KMU

  und zwei Forschungseinrichtungen

• KA Projekte von KMU mit der Vergabe eines FuE-Auftrags an einen Forschungspartner

 

Zur Umsetzung der FuE-Projekte können innovations- unterstützende Dienst- und Beratungsleistungen für KMU zusätzlich gefördert werden.

 

• DL Leistungen externer Dritter zur Unterstützung der Verwertung der Ergebnisse der geförderten FuE-Projekte

 

Gefördert werden KMU aller Rechtsformen mit Sitz in Deutschland sowie öffentliche und gemeinnützige private Forschungseinrichtungen als Kooperationspartner.

 

Alle weiteren Informationen und Formulare gibt es in diesem Downloadbereich und hier gibt’s die Ansprechpartner dazu.

 

 

Netzwerkprojekte

Hier geht es richtig zur Sache, denn gefördert werden Management- und Organisationsdienstleistungen zur Entwicklung innovativer Netzwerke mit mindestens sechs Unternehmen. Auch hier gibt es keine Einschränkung auf bestimmte Technologiefelder und Branchen.

 

Leistungen des Netzwerkmanagements zur Erarbeitung der Netzwerkkonzeption und Etablierung des Netzwerks (Phase 1) sowie für die anschließende Umsetzung der Netzwerkkonzeption (Phase 2) sind Gegenstand der Förderung.

 

Antragsteller sind die, die das Netzwerkmanagement übernehmen, also externe Netzwerkmanagement-Einrichtungen oder am Netzwerk beteiligte Forschungseinrichtungen.

 

Aufgrund der Komplexität des Förderprogramms für Netzwerkprojekte findet Ihr unter diesem Link alle relevanten Angaben zu Formularen, Ansprechpartner, Jurirunden 1-6, Jurimitglieder etc.

 

Wer sich ein Bild über bereits geförderte Maßnahmen machen möchte, sollte sich dieses hier anschauen. Am Innovationstag Mittelstand am 17. Juni haben Interessenten die Chance mit Projektträgern, Unternehmen, Forschungseinrichtungen Kontakte zu knüpfen und sich bereits geförderte Projekte anzuschauen.

 

FAZIT: Wenn vielleicht nicht die Kooperations- und Netzwerkprojekte für Existenzgründer geeignet sind, so ist es aber bestimmt das Einzelprojekt. Zumal Innovation so wie so der zweite Vorname eines jeden Gründers ist und die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen keinerlei Einschränkung auf bestimmte Technologien und Branchen haben. Aber zulange sollten der Existenzgründer bzw. die Startups nicht überlegen, da dieses Programm erst einmal nur bis Ende 2013 bewilligt ist.

 

 

 

Bildquelle: zim-bmwi.de

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4 Kommentare

  • #1

    !i! (Montag, 14 Juni 2010 15:30)

    Du sagemal kennst du dich mit dem LEADER Förderprogramm aus? Ich suche noch dringend was um OSM in MV zu unterstützen :(

  • #2

    Falk Mahlendorf (Dienstag, 15 Juni 2010 00:13)

    Hallo,
    selbst kenne ich das Programm nicht, aber ich kenne jemanden, der sich damit auskennt. Schicke mir doch einfach eine E-Mail, damit wir uns austauschen können.
    LG Falk

  • #3

    blacky (Dienstag, 15 Juni 2010 22:58)

    @!¡!: OSM = OpenStreetMap ?

  • #4

    Falk Mahlendorf (Mittwoch, 16 Juni 2010 06:18)

    @blacky: Ja.

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