Do

06

Mai

2010

GEM-Länderbericht – Meine eigene Meinung

Seit zehn Jahren werden im Rahmen des Global Entrepreneurship Monitors (GEM) Befragungen durchgeführt, um "unternehmerische Aktivitäten aller Art" zu erheben. Im Klartext heißt es, unter bestimmten Kriterien es wie viele Unternehmensgründungen gab. Krisenzeiten sind Gründungszeiten! Sagt man jedenfalls. Es sieht aber so aus, als wenn das für Deutschland nicht zu trifft. Denn die Zahl der Gründungen hat sich in den Boom- und auch in den Krisenzeiten nicht nennenswert verändert.

 

Was aber gleich geblieben ist, ist die Tatsache, dass Deutschland im internationalen Vergleich mit 20 identischen hoch entwickelten Ländern nur Platz 15 belegt. Warum das so ist, konnte ich nicht heraus lesen. Die einzige "Entschuldigung" ist, dass zu wenige das entsprechende Know-how besitzen, um ein Unternehmen führen zu können. Außerdem nutzt nur ein Bruchteil der Gründer externe Beratung. Warum das so ist steht dort leider auch nicht. Ist die angebotene Beratung zu schlecht?

Oder kann es vielleicht sein, das unser Existenzgründermarkt inklusive Beratungsleistung dezentral sowieso, aber auch nicht transparent genug ist? Kann es vielleicht auch daran liegen, dass das eine oder andere Förderprogramm/Initiative etwas am eigentlichen Bedarf vorbei geht bzw. die Umsetzung zu wünschen übrig lässt?

 

Wie versucht man nun, diese Defizite mittelfristig zu kompensieren? Den Gründergeist vorzugsweise an Hochschulen zu wecken. Seit kurzem soll der Geist aber auch schon mal bei den Schulen vorbei schauen, was natürlich vernünftig ist. Schließlich könnten dass die neuen Gründer von Morgen sein.

 

Vielleicht erzielt man durch Ändern der Betrachtungsweise auf eine Gründung bereits erheblichen Nutzen und versteht eine Gründung als ein sehr komplexes System, indem ich mich entlang der gesamten Prozesskette orientieren sollte und mir nicht nur einen beliebigen horizontalen oder vertikalen Teil heraus picke.

 

Die Auswertung der GEM gibt es einmal als leichte Kost in Form einer Kurzfassung für zwischen durch (siehe unten) oder die schwer verdauliche Variante (nicht negativ gemeint, sind halt nur ein paar Seiten mehr) per Link zum download oder zum lesen. Guten Appetit.

 

 

 

Text- und Bildquelle: wigeo.uni-hannover.de; wigeo.uni-hannover.de

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