Fr

05

Mär

2010

Kikin – Der Personalisierungsservice

Schon seit Ende letzten Jahres las man auf einschlägigen Existenzgründer-Blogs Berichte über das noch junge Startup mit Sitz in Berlin und New York. Kikin ist schon ein seltsamer Name. Klingt wie plattdeutsch (Kiek in - schau herein) oder wie Textildiscountsprache (KIK is in).

 

Was soll Kikin können? Kikin will die Suche „personalisocialn". Ein schönes Wort, aber was verbirgt sich nun dahinter? Ganz einfach: Ich gebe in die Suchmaschine einen Begriff ein und erhalte vor den eigentlichen Suchergebnissen Informationen von zurzeit großen Shop-Anbietern, Videoplattformen und auch von großen sozialen Netzwerken und andere.

 

Ich wollte natürlich wissen, wie das live aussieht. Bevor ich mir das auf den heimischen PC laden wollte, quälte ich im Vorfeld die Suchmaschinen nach Erfahrungen mit Kikin. Ich bin auch fündig geworden. Der Grundtenor von Usern war nicht sehr berauschend, im Gegensatz zu professionellen/kommerzialisierten Blogs. Okay dachte ich so, mache ich mich mal wieder als Tester an die Arbeit. Das folgende Bild zeigt uns die Startseite von Kikin (Beta).

Nach einem Klick auf den „Hol Dir Kikin" Button kam folgende Meldung zu experimentelle Add-ons:

 

"Was sind experimentelle Add-ons?

Experimentelle Add-on sind neuere Add-ons, die noch nicht den Veröffentlichungsprozess durchlaufen haben. Viele dieser Add-ons sind "Prototypen". Da sie noch nicht von unserem Moderatorenteam bewertet wurden, können sie ohne weiteres Alpha-, Beta- oder Vorveröffentlichungs-Charakter haben, sowohl hinsichtlich ihrer Qualität und Geschwindigkeit, als auch ihrer Funktionspalette.

 

Seien Sie vorsichtig mit experimentellen Add-ons, denn sie wurden noch nicht von einem Moderator überprüft und können möglicherweise Schaden auf Ihrem Computer anrichten."

Ich bin ja mutig und habe deshalb weiter gemacht. Danach kam endlich die Aufforderung, dieses Tool zu downloaden. Aber davor wollte ich doch mal einen Blick in die Datenschutzrichtlinien und die Lizenzvereinbarungen werfen. Bei den Datenschutzrichtlinien ist mir folgendes aufgefallen: "Datenbeibehaltung - kikin wird Daten nicht länger als angemessen beibehalten und diese Daten innerhalb von 6 Monaten von den Servern löschen. Insbesondere werden keine weiteren Informationen gesammelt wenn Sie das kikin Plug-in von Ihrem Computer de-installiert haben, da die oben genannten Funktionen nicht mehr erbracht werden. Wenn Sie das Plug-in de-installieren, wird dies auf unseren Servern als Teil der De-Installationsroutine vermerkt. Sie können alle Daten die mit Ihrem Plug-in assoziiert sind löschen lassen. Dies müssen Sie kikin vor der De-Installation mitteilen, sodass kikin die Plug-in-Kennung ermitteln kann und sicherstellt dass alle entsprechenden Daten gelöscht werden. Bitte kontaktieren Sie dafür support(at)kikin.com."

 

Das heißt doch, dass Kikin unsere Daten bis zu sechs Monate speichert. Hat nicht das Bundesverfassungsgericht erst vor kurzen die Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig erklärt?

Nach erfolgreicher Installation bekam ich das auf meinen Bildschirm.

Beim erneuten Öffnen meines Browsers wurde (zu Anschauungszwecken) mal gleich automatisch nach In Rainbows gesucht.

Ein Wort noch zu den Einstellungen. Um diese vornehmen zu können muss man auf das Kikin Logo oben links klicken. Das sieht dann so aus.

Das ist ein sehr großer Pluspunkt, dass ich hier selbst bestimmen kann, welche Informationen und von wo ich angezeigt bekommen möchte oder nicht.

 

Bei den Verbindungen habe ich ein Problem. Zu Facebook habe ich es mehrmals probiert. Es hat leider nicht funktioniert. Warum auch immer. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben. Bei Twitter habe ich mich zwar verbinden können, aber auch nicht wirklich, da ich meine Tweets nicht anzeigen lassen kann. Denn sobald ich auf "Mein Feed" klicke will er immer, dass ich mich mit Twitter verbinden soll. Und wenn ich das mache sagt er, dass ich bereits verbunden bin. Also irgendwas haut da nicht hin. Beim Google Reader klappte das hingegen ausgezeichnet.

Nach meinen Suchwort "HTC Desire" sieht das dann wie folgt aus. Okay, was Amazon oder eBay dazu anbieten können interessiert mich nicht vordergründig.

Ich gehe mal davon aus, dass die Jungs noch weitere Reiter anlegen werden. Aber mit Twitter und Facebook sind schon mit die wichtigsten dabei. Nur schade, dass die Verbindungen zu Twitter und Facebook nicht klappten.

 

Wer die Funktionalitäten in bewegten Bildern bevorzugt, kann sich das hier anschauen.

YouTube-Video

Fazit: Mit Twitter und Facebook (wenn eine Verbindung hergestellt werden kann) erfolgt eine Personalisierung. Die Produktanbieter Amazon & Co wie auch z. B. Wikipedia passen da nicht wirklich rein, denn diese Angebote bzw. Informationen bekomme ich doch so wie so weit oben angezeigt. Das ist für mich keine Personalisierung.


Durch Kikin kam mir die Suchgeschwindigkeit sehr beeinträchtigt vor. Das ganze System scheint noch nicht ausgereift zu sein und deshalb werde ich Kikin wieder von meinem Rechner schmeißen.

 

 

 

Bildquelle: kikin.de
Videoquelle: YouTube

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