Mi

17

Feb

2010

Doch genug Geld…

Am 5. Januar hatte ich berichtet, dass Herr Unger, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, in der NNN mit der Aussage "Von einer Behinderung bei Existenzgründungen durch Banken kann keine Rede sein" überraschte und hatte angekündigt, mal bei Herrn Unger nachzufragen. Schließlich kann so ein Zitat ohne seinen Kontext schnell mal anders rüberkommen als eigentlich gemeint. Herr Unger hat geantwortet, genauer gesagt seine persönliche Referentin, und nein, da ist nichts sinnentstellend zitiert worden. Seine Aussage basiert auf den Erfahrungen der der IHK-Berater im Bereich Existenzgründung. Das ist bemerkenswert. Vielleicht habe ich mal Gelegenheit, mit den Beratern dort Kontakt aufzunehmen, um auch noch solchen Sachen wie den Stille-Post-Effekt auszuschließen.

Außerdem, so Herr Unger, besteht die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu einem großen Teil aus Klein- und Kleinstunternehmen, die wenig auf Banken angewiesen sind, da sie mit den Mikrodarlehen ausreichend versorgt sind. Das mit den Klein- und Kleinstunternehmen ist leider wahr. Der Rest des Satzes gibt mir zu denken.

Nun, tatsächlich gibt es beim Mikrodarlehn Varianten, die ganz ohne Bank auskommen. Die meisten anderen Programme greifen dagegen nur subsidiär - also wenn man die Absage bei der Bank schon hinter sich hat. Trotzdem kommt mir der Hinweis auf das Mikrodarlehn so vor als befragte man 100 Glatzköpfe, ob sie Probleme mit Friseuren haben. Vermutlich wird die Zahl der Glatzköpfe, die keinerlei Probleme mit Friseuren haben, dicht bei 100 liegen. Daraus zu schlußfolgern, daß von Problemen mit Friseuren keine Rede sein kann, ist etwas kühn. Man muß schon den fragen, den es betrifft.


Aber was soll's. Vielleicht ist das Alles nicht wichtig. Jedenfalls habe ich keine Rückmeldungen von Euch über Probleme mit Banken und Sparkassen bekommen. Habt Ihr alle soviel Geld oder braucht Ihr nicht soviel Geld? Letzteres könnte durchaus sein - besteht Mecklenburg-Vorpommern doch zu einem großen Teil aus Klein- und Kleinstunternehmen, die wenig auf Banken angewiesen sind. Auf etwas nicht angewiesen zu sein ist ja eine gute Sache. Trotzdem hätten die Klein- und Kleinstunternehmer vielleicht gerne etwas mehr Geld zu Verfügung und könnten damit mehr anfangen und mehr bewirken als nur mit dem Ersparten.

 

 

 

Bildquelle: http://static3.kleinezeitung.at/system/galleries

Co-Autor: blacky

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