Mo
25
Jan
2010
Startup-Trends 2010

Ganz nach dem Motto „Krisenzeiten sind Gründerzeiten" liest man immer häufiger diese frohe Botschaft im Netz. So auch in der letzten Woche. Für Existenzgründer, speziell für Web-Gründer wird 2010 wieder chancenreich.
Nur heißt das nicht, dass alles beim Alten bleibt. Denn aus Sicht der VC's müssen neue Geschäftsfelder entstehen, für die es sich lohnt zu investieren. So ist jedenfalls die Meinung aus Kreisen
der deutsche-startups.de zu hören, aber auch aus Sicht einiger Investoren, wie z. B. die Hamburger Investoren CatCap. Denn aus ihrer Betrachtungsweise heraus (natürlich auch aus meiner) steht fest: "Im Internet gibt es immer noch viel Raum für Neues.
Startups können hier aus wachsenden Nischen heraus agieren."
Und das Gute für alle Web-Gründer ist, dass der Kapitalbedarf mittlerweile nicht mehr exorbitante Summen verschlingen muss, wie es noch vor vielleicht zehn Jahren der Fall war. Deshalb rücken Business Angels mit ihrem Investments immer mehr in den Fokus einer Internetgründung. Und diese Investments sollen angeblich zur Genüge bereit stehen. Schade nur, dass Rostock oder überhaupt Mecklenburg-Vorpommern ein weißer Fleck auf der VC und BA Karte ist.
Das Thema habe ich in einigen meiner Beiträge mehrfach erwähnt. Ein Land wie M-V, kaum Industrie, dennoch setzten hier viele auf Innovation, begreifen einfach nicht, dass Geschäftsmodelle im
Internet auch Arbeitsplätze schaffen, man damit Geld verdienen kann und natürlich für die Konsumenten einen Mehrwert schafft. Bestes Beispiel dafür, dass es funktioniert ist die Spion-Media GmbH. Und bestes Beispiel dafür, dass der Bedarf da ist zeigt das neue Portal einfach-meer-warnemuende.de. Die zwei genannten Beispiele haben es aus eigener Kraft heraus geschafft zu gründen. Entscheidungsträger, auf die man sonst so hofft, waren nicht
wirklich eine Hilfe. Dennoch hoffe ich, aufgrund unserer doch so hohen Hochschul- und Unidichte, dass diese Beispiele Motivation für andere sind. Aber zurück zum eigentlichen Thema.
Bleibt die Frage zu klären, in welchen Bereichen sich Neugründungen lohnen. Nach wie vor lohnt sich der Blick über den großen Teich. Was dort funktioniert, funktioniert in, auf deutsche
Verhältnisse, abgewandelter Form auch hier. Meistens jedenfalls.
Der gesamte Bereich LongTail ist nach wie vor sehr interessant. Ob nun im Shopping Segment, Online Games, Social Games, Social Networks und Apps für Smartphones. Wenn dann noch bestimmte Social
Media Komponenten und ein regionaler Bezug vorhanden sind, kann fast nichts mehr schief gehen. Aber nicht vergessen: Ganz wichtig ist es und wird es immer bleiben, dass das Geschäftsmodell
mindestens ein Problem für den Konsumenten lösen sollte. Der Mehrwert muss unbedingt herausgearbeitet werden. Bleibt und seit kreativ und lasst Euch nicht auf ein Preiskampf mit Global-Playern
ein. Den können Gründer meistens nicht mithalten. Wie hieß es während der Dotcom Phase so schön: "Nicht die Großen schlucken die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen." Ganz so ist es nun
wieder auch nicht, aber nutzt die Schwächen der großen und teils auch trägen Unternehmen und spielt Eure Kreativität und Flexibilität aus.
Bildquelle: www.pixelio.de
Fotograf: R_K_by_Plumbe
