Do

21

Jan

2010

Landesförderinstitut Schwerin

Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass ich u. a. auch selbst Existenzgründer bin und ich beim Landesförderinstitut Schwerin ein Antrag auf das Kleindarlehensprogramm für KMU gestellt habe.


Ich habe lange überlegt, ob ich über meinen letzten Termin schreibe oder nicht. Diesen hatte ich vor knapp zwei Wochen. Was jetzt kommt lässt sich unschwer erraten. Ich bin maßlos enttäuscht. Mit einer fundierten und objektiven Ablehnung wäre ich einverstanden gewesen, da mir doch dann die Schwachpunkte meines Vorhabens offen gelegt worden wären.


Was ich NICHT mit meinem Beitrag sagen will ist, dass das Landesförderinstitut unfähig ist. Das kann und will ich gar nicht einschätzen. Das überlasse ich anderen. Mir geht es nur um meine Erfahrungen, die ich mit dem Landesförderinstitut hatte.

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass ich bzw. meine Geschäftsidee nicht willkommen waren. Aber was ich nun vor kurzem erleben durfte, fand ich mehr als erschreckend.


Beim "Frage/Antwortspiel" hatte ich heraus gehört, dass die Projektleiterin mit dem Begriff Google, geschweige denn Xing nichts anfangen konnte. Sie war außerdem felsenfest der Überzeugung, dass ALLE Existenzgründer zu allererst den Weg zur IHK nehmen. Prinzipiell wäre das ja in Ordnung. Leider sieht die Realität anders aus. Und aus voller Überzeugung sagte sie, dass die IHK für die Existenzgründer die Businesspläne schreibt. Spätestens an dieser Stelle wusste ich, es ist Zeit nach Hause zu fahren.


Keine Frage, jeder macht mal Fehler. Wäre schlimm, wenn nicht. Nur dieses Erlebnis kann ich im Moment nicht einordnen. Nach wie vor dreht sich die Erde. D. h., dass wir permanent Veränderungen ausgesetzt sind. Das wiederum bedeutet, dass man alles irgendwo und irgendwie anpassen muss. Also frage ich mich, warum gibt es nicht wenigstens ein oder zwei Sachbearbeiter in unserem Landesförderinstitut, welche sich den Veränderungen angepasst haben, um z. B. Geschäftskonzepte aus dem Internetbusiness objektiv einschätzen zu können? Das man auch dort Arbeitsplätze schaffen und Geld verdienen kann ist hier wahrscheinlich noch nicht vorgedrungen. Zumal das Internetbusiness für unser industrieschwaches Land Mecklenburg-Vorpommern ideal wäre.


Da wir gerade bei Finanzierungen sind, hier noch einmal ein Veranstaltungstipp für heute:


"Innovationsförderung und Gründungsfinanzierung"
Industrie- und Handelskammer zu Rostock,
Ernst-Barlach-Straße 1-3
12.30 - 18.00 Uhr

Weitere Infos unter Termine

 

 

 

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1 Kommentar

  • #1

    Anna Naumann (Dienstag, 26 Januar 2010 13:34)

    Mein lieber Falk,die Gieskanne beschreibt dein Erlebniss wohl passgenau. Doch ich muss einmal eine Lanze brechen für einige Angestellten im LFI, denn ich habe gute Erfahrungen gemacht. Doch nach deinem Bericht war diese Dame erschreckend weltfremd, da bestätigt sich AMT. Schade. Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg für dich

    Anna

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