Do
07
Jan
2010
PAPER’C – Die Dokumentenplattform
Aus meiner Sicht gibt es in Deutschland zwei gleichwertige und manchmal kommt es mir auch vor wie konkurrierende Plattformen, die sich den Startups verschrieben haben. Das sind alphabetisch geordnet deutsche-startups.de und gruenderszene.de.
Beide Anbieter küren, jeder nach seinen Kriterien, sein Startup des Jahres. Durch Zufall bin ich im Netz auf das Berliner Startup PAPER'C gestoßen. Dieses ist nämlich durch deutsche-startups.de zum Startup des Jahres 2009 gekürt worden. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch.
Auf den ersten Blick haben die drei Unternehmer von PAPER'C eine geniale Idee umgesetzt. Kurz zusammengefasst geht es um Fachbücher, die zum lesen online kostenfrei zur Verfügung (lesen) stehen. Wer Seiten speichern, drucken oder bearbeiten möchte bezahlt pro Seite soviel wie in einem Copy-Shop, also irgendwas zwischen 5 und 10 Cent. Der Vorteil ist aber, dieses Angebot von PAPER'C ist legal, im Gegensatz zu ... und findet in Zusammenarbeit mit z. Z. 17 Verlagen statt.
Wie funktioniert das Ganze? Ganz einfach: Man registriere sich mit einer E-Mail Adresse und einem Passwort. Daraufhin erhält man per E-Mail den Aktivierungslink und bestätigt ihn. Anschließend öffnet sich folgende Seite:
Wer von vornherein weiß, dass man einige Seiten für eigene Zwecke benötigt, kann an dieser Stelle gleich sein Guthaben mittels gängigen Zahlungsmethoden aufladen. Ich habe es noch nicht getan, weil ich erst einmal nur "Sehmann" spiele.
Mich interessiert in erster Linie, wie das mit dem kostenlosen Buch lesen funktioniert. Mit einem Klick im oberen Bildrand auf "Alle Bücher" werden mir eine Reihe von - aus meiner Sicht - sehr interessante Bücher angezeigt. Ich wähle gleich das erste Angebot, weil ich schon einiges über dieses Buch gehört habe und der Autor eine wichtige Rolle in diesem Startup spielt.
Mit wiederum einem Klick auf "Lesen" öffnet sich dieser Bildschirm. Entspricht nicht ganz der Wahrheit, denn ich habe schon bis auf Seite 3 vorgeblättert.
Das ist sozusagen meine Kommandozentrale. Von hier heraus kann ich die für mich interessanten Seiten lesen, bearbeiten bzw. kaufen oder gleich das ganze Buch (bei Amazon) bestellen.
FAZIT: Auf der einen Seite bin ich auch jemand, der im Netz nach kostenlosen Angeboten Ausschau hält. Aber auf der anderen Seite finde ich das gut und auch sehr notwendig, wenn Firmen sich ihre Dienstleistung bezahlen lassen. Da die Einnahmen von Display-Werbung weiter rückläufig sind, man also Content nicht mehr nur noch damit finanzieren kann, müssen andere Monetarisierungskonzepte her. Und das finde ich, haben PAPER'C sehr gut gelöst.
Aus meiner Sicht ist dieses Angebot eine Bereicherung. Das fanden auch zwei Business Angels (einer davon ist der Autor meines Buchbeispiels - Günter Faltin), die dort mit eingestiegen sind und auch der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS). Ich hoffe, dass sich dieses Konzept erfolgreich am Markt platzieren wird. Denn hier partizipieren nicht nur die Gründer selbst, sondern auch die Autoren, die Verlage und die Leser - wahrscheinlich vorrangig die Studenten.
Bildquelle: www.paperc.de
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