Mi
09
Dez
2009
Goggles – Die Suche kriegt Augen
Das hätte mich nun auch gewundert, wenn Google im Bereich Augmented Reality nicht bald was anzubieten hätte. Ich war schon richtig unruhig.
Seit knapp zwei Tagen gibt es nun Informationen zu der neuen Google Suche. Diese funktioniert nur für mobile Endgeräte mit dem Betriebssystem Android ab Version 1.6.
Wie soll das funktionieren, eine Suche mit Bildern und nicht wie in gewohnter Weise mit Text? Zur Einstimmung ein kurzes Video aus Mountain View.
Goggles im Test von Reuters. Wenn das wirklich so funktioniert, da sag ich nur einfach g... Das lästige Eintippen von Kontaktdaten einer Visitenkarte gehört dann auch der Vergangenheit an. Nur noch die Karte knipsen, der Rest wird wie von Zauberhand erledigt.
Das Angebot von Layar hatte ich in einem Bericht von mir bereits kurz vorgestellt. Ich schaue also mit eingeschalteter Kamera "durch" mein Smartphone und bekomme zusätzliche Informationen zu Gebäuden, Geschäften, Restaurants etc.
Zur "Freude" von Layar bietet das Google nun auch an. Natürlich kostenlos. Falls es sie gegeben haben sollte, spätestens jetzt werden alle Monetarisierungsüberlegungen von Layar wohl vom Tisch sein. Des einen Freud, des anderen Leid.
Goggle ist nun mal der Suchmaschinenprofi und bietet deshalb für den mobilen Bereich die Bildersuche an. Ich schaue wieder durch mein Smartphone, auf z. B. mein Passbild und bekomme alle Informationen dazu. Soweit ist Google nun wohl doch noch nicht. Im Moment sind nur massentaugliche Objekte darüber zu finden (dazu gehöre ich nicht).
Aber noch etwas ist schon möglich. Vorausgesetzt ich bin im Besitz eines Smartphones mit GPS und Geräte Kompass (digital). Ein Verirren ist dann nicht mehr möglich. Für Hänsel und Gretel ein absolutes Muss. Denn ich brauche das Smartphone nur noch in eine Richtung zu halten und bekomme den nächsten Ort mit Informationen angezeigt, ohne ihn sehen zu können.
Ein Blick in die Zukunft verrät uns der Produktmanager von Google Goggles, Shailesh Nalawadi: „Eine Zukunft, in der die visuelle Suche genauso normal ist wie das Zeigen mit dem Finger auf ein Objekt ist damit durchaus vorstellbar".
Wer ein Smartphone mit Android besitzt, kann sich diese Software bereits jetzt schon kostenlos runterladen.
Bildquelle: http://www.weye.org; http://cloud.heimtechnik.com/
Videoquelle: http://www.youtube.com
2 Kommentare
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#1
Wird Zeit dass es sowas verrücktes auf für www.openstreetmap.org gibt :P
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#2
Das einzig blöde an der Sache ist, das Google, laut ZDF Bereichten, die abgefragen Orte, Bilder und das damit verbundene Profil des User mit den bereits über ihn gespeicherten Daten verknüpfen soll. Damit wissen die in Mountain View dann nicht nur wie viele Besucher ich auf den Webseiten habe, wie viel ich mit ihnen verdiene, wonach ich mit ihnen suche (kennt also meine Interessen), worüber man sich via "Wave" unterhält, sondern auch noch wi ich wann war. Das wird für meinen Geschmack langsam zu viel.
